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1. EDITORIAL / Börsenausblick, Konjunktur, Marktbericht
Liebe Leserinnen und Leser,
angesichts überwiegend besser als erwartet ausgefallener Quartalszahlen wagte sich der Deutsche Aktienindex (DAX) in den vergangenen Tagen wieder in höhere Gefilde. Dabei setzte das Börsenbarometer seinen Zickzackkurs – Ausdruck der nach wie vor vorhandenen großen Unsicherheit – fort. So werden Konjunkturdaten, insbesondere aus den USA, argwöhnisch bis ins kleinste Detail unter die Lupe genommen, in der Hoffnung, einen Wegweiser
für die künftige Börsenentwicklung zu finden. Wie sinnvoll das Prozedere ist, zeigen die jüngst veröffentlichten Daten zum US-Bruttoinlandsprodukt (BIP), welches im zweiten Quartal einer ersten Schätzung zufolge auf das Jahr hochgerechnet um 2,4% gewachsen sein soll. Analysten hatten 2,5% prognostiziert. Grund genug für Anleger, an den wichtigsten internationalen Börsenplätzen einen mittleren Ausverkauf zu initiieren. Was aber von der Qualität
der Zahlen zu halten ist, zeigt die inzwischen dritte Revision der Angaben zum ersten Quartal. Zunächst war Ende April ein Plus von 3,2% angegeben worden. Einen Monat später korrigierten die Statistiker ihre erste Schätzung auf 3,0%, danach auf 2,7% und nun auf 3,7% – offenbar werden die Daten gewürfelt. Frei nach dem Motto "Was kümmert mich mein dummes Geschwätz von gestern" ist die kleinlaute Revision des zuvor stets mit "Höchstspannung" erwarteten
Zahlenwirrwarrs inzwischen an der Tagesordnung. Allerdings gehen die Korrekturen im allgemeinen Tumult, den die neuesten Daten gewöhnlich verursachen, meistens unter.
Banken werden weiter gepäppelt
Apropos Tumult: Der Banken-Stresstest, wochenlang das beherrschende Thema in den Medien, entpuppte sich, wie von Kritikern zuvor befürchtet, als Kuschel-Test. In Deutschland genügte nur der ohnehin verstaatlichte Immobilienfinanzierer Hypo Real
Estate nicht den Anforderungen, in Frankreich und Portugal gab es überhaupt keinen Ausfall. In Spanien fielen fünf Sparkassen durch das Krisen-Raster, in Griechenland nur eine (!) Bank. Europaweit wurden 91 Banken unter die Lupe genommen, sieben bestanden den Test nicht. Aber keine Angst: Trotz der offenbar wieder vor Kraft strotzenden Finanzwirtschaft wird die Subventionierung der Banken auf absehbare Zeit weitergehen – so zumindest das Credo der Europäischen Zentralbank (EZB),
die den Leitzins am vergangenen Donnerstag wie erwartet unverändert bei 1,00% beließ. Zur Erinnerung: Am 7. Mai 2009 war der Zinssatz von 1,25 auf 1,00% reduziert worden. Ein Blick in die Bilanz der Deutschen Bank offenbart, wie viel Geld die derzeitige Niedrigzinspolitik den Banken in die Kasse spült. Während das Handelsergebnis im zweiten Quartal von 2,61 Mrd. auf 110 Mio. Euro einbrach, legte der Zinsüberschuss im Vergleich zur Vorjahresperiode von 2,76 auf 3,98
Mrd. Euro zu. Die Commerzbank erzielte innerhalb von drei Monaten einen Zinsüberschuss von 1,86 Mrd. Euro.
Kaufkraft schwindet
Auch die "US-Währungshüter" drehten am gestrigen Dienstag nicht an der Zinsschraube und ließen den Zinssatz unverändert in der Zielbandbreite zwischen 0,00% und 0,25%. Betrachtet man die im Juni in den USA um 1,1% gestiegenen Verbraucherpreise, die um 2,7% erhöhten Erzeugerpreise und die Importpreise, die 4,
5% zugelegt haben, hüten die Mitglieder des Offenmarktausschusses der US-Notenbank momentan alles mögliche – nur nicht die Geldwertstabilität. Die Verlockung ist einfach zu groß, sich aus den selbstgeschaffenen Problemen herauszuinflationieren. Schlecht für die US-Dollar haltenden Gläubiger in aller Welt. Volkswirte der Bremer Landesbank kritisieren dieses Ansinnen seit langem als "Kaufkraft Burn Rate", mit der die hohe Verschuldung des Landes auf die Dollar-
Halter sozialisiert werde.
Euro erholt
Währungsstabilität? Da war doch was … richtig – der Euro. Zum allgemeinen Erstaunen ist die europäische Gemeinschaftswährung entgegen aller Prognosen diverser Lautsprecher auf dem Höhepunkt der Griechenland-Hysterie noch nicht untergegangen. Die gute alte D-Mark wurde auch nicht wieder eingeführt, die EU ist noch nicht zerfallen. Vielmehr hat sich der Euro gegenüber dem US-Dollar von seinem
Tief Anfang Juni wieder deutlich erholt. Für die exportorientierte deutsche Wirtschaft kein Grund zum Jubel, fußten die im vergangenen Quartal erzielten Gewinne doch größtenteils aus dem – dank des günstigen Euro – brummenden Auslandsgeschäft, während die Inlandsnachfrage nach wie vor auf sich warten lässt.
Herzlichst, Ihre Aktienservice.de-Redaktion

2. INDIZES / Entwicklung der weltweit wichtigsten Indizes
| Index
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10.08.10
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% Vorwoche
|
52weekHigh
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% 52week
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| DJ IND
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10644,25
|
+0,07%
|
11257,93
|
+15,18%
|
| S&P 500
|
1121,06
|
+0,05%
|
1219,80
|
+12,74%
|
| NASDAQ
|
2277,17
|
-0,28%
|
2535,28
|
+15,61%
|
| NIKKEI 225
|
9551,05
|
-1,47%
|
11408,17
|
-9,77%
|
| DAX
|
6286,25
|
-0,34%
|
6386,97
|
+18,93%
|
| TecDAX
|
765,83
|
-1,79%
|
870,07
|
+12,29%
|
| EURO STOXX 50
|
2800,02
|
-0,67%
|
3044,37
|
+5,62%
|
Stand: Dienstag, Schlusskurse
 
3. KTG Agrar: Steigende Preise lassen frohlocken
"Die Menge allein macht noch keine gute Ernte, auch der Preis muss stimmen", erläuterte jüngst Siegfried Hofreiter, Chef des Landwirtschaftskonzerns KTG Agrar beim Blick auf die gut gestartete Erntesaison 2010. Die Erträge dürften zwar unter den sehr üppigen des Vorjahres liegen, die zuletzt kräftig gestiegenen Preise, wie für Raps oder Weizen, dürften dies jedoch mehr als ausgleichen. KTG Agrar ist somit auf Kurs, auch 2010 starke Ergebnisse einzufahren.
Und auch darüber hinaus stehen die Chancen für weiteres profitables Wachstum gut, was die Aktie zu einem aussichtsreichen Investment macht.
Jüngst reagierte der Kurs bereits sehr positiv. KTG Agrar meldete zuletzt, mit der Rapsernte den ersten Abschnitt der Erntesaison 2010 erfolgreich beendet zu haben. Rund 10.000 Tonnen der Ölfrucht wurden eingebracht. Der Vorstand sprach von einem guten Niveau, auch wenn die Menge etwa 8% bis 10% unter der des Rekordjahres 2009
liegt. Er hob die unter anderem aufgrund der sich abzeichnenden erheblichen Ernteausfälle in Südosteuropa deutlich gestiegenen Kurse bei Agrarrohstoffen hervor. Die höheren Preise lassen auch die Kasse bei KTG Agrar kräftig klingeln. Bereits 75% der Rapsernte wurden zu einem zum Vorjahr um 30% auf mehr als 300 Euro je Tonne gestiegenen Durchschnittspreis veräußert. Mit dem Verkauf der restlichen 25% wird der erzielte Preis weiter steigen. Laut Vorstand werden
aktuell rund 360 Euro je Tonne gezahlt, was somit den Ernterückgang mehr als ausgleicht. "Wenn die Saison so weiterläuft, können wir sehr zufrieden sein", freute er sich. Er hat wohl auch die kräftig steigenden Kurse bei anderen Feldfrüchten, wie Weizen oder Mais, im Hinterkopf, die die ebenfalls geringeren Ernten auffangen dürften.
Breit gestreut
Insgesamt bewirtschaftet die Firma mehr als 30.000 Hektar in Deutschland und Litauen.
Die Anbauflächen sind regional breit gestreut, um vor Ort weniger stark vom Wetter abhängig zu sein und so stabile Ernten einzufahren. Zur Strategie der geografischen Diversifizierung passt die Übernahme eines ersten Landwirtschaftsbetriebes in Thüringen im Juli. Mit der dadurch gesicherten Nutzfläche von rund 1.000 Hektar baute KTG Agrar seine Position als eines der flächenstärksten Agrarunternehmen in Europa aus. Kernkompetenz ist der ökologische und
konventionelle Anbau von Getreide, Mais und Raps. Ökologisch angebaut werden vor allem Weizen, Roggen, Körnermais und Dinkel. KTG Agrar ist dabei, gemessen an der Anbaufläche, führend in Deutschland.
Beste Perspektiven
Sowohl für die konventionelle als auch die ökologische Landwirtschaft stimmen die Perspektiven. Die Nachfrage nach Agrarprodukten dürfte künftig weiter zunehmen. Dafür sprechen die Zunahme der
Weltbevölkerung und der wachsende Wohlstand in aufstrebenden Märkten, was die Essgewohnheiten ändert und einen steigenden Fleischkonsum erwarten lässt, der wiederum den Bedarf an Futtermitteln wie Getreide erhöht. Hinzu kommt die Urbanisierung. Nicht zu vergessen sind die knappe Ressource Ackerland und die Auswirkungen eines sich verändernden Klimas auf die Produktion. Eine treibende Kraft ist auch der Boom bei Bio-Nahrung in Europa. Nach Prognosen der ZMP
dürfte allein hierzulande der Bio-Markt von prognostizierten 6,2 Mrd. Euro Umsatz im laufenden Jahr auf 16 Mrd. Euro bis 2020 klettern.
Integriertes Konzept
Vielversprechende Aussichten gibt es ferner beim dritten Standbein, der Erzeugung von Energie aus nachwachsenden Rohstoffen. Die Gesellschaft betreibt 13 Biogasanlagen mit einer elektrischen Anschlussleistung von derzeit insgesamt rund 11 MW. Erklärtes Ziel für 2012 sind 20 MW. KTG Agrar ist
überzeugt, dass Biogas eine der wichtigen Energiequellen des 21. Jahrhunderts wird. Ein großer Vorteil gegenüber anderen regenerativen Energien wie Wind oder Solar ist die witterungsunabhängige Produktion. Zudem ist Biogas grundlastfähig, speicher- und transportierbar. Überzeugend ist ferner das integrierte Konzept. Die Gesellschaft produziert die nachwachsenden Rohstoffe selbst, ist dadurch unabhängig von der Preisentwicklung. Einerseits wird auf extra
dafür vorgesehenen Flächen "Energiemais" angebaut. Andererseits setzt man zunehmend auf Zweitfrüchte wie Hirse, um nach der Haupternte von Getreide für Lebensmittel die Flächeneffizienz aber auch die Maschinenauslastung deutlich zu erhöhen. Verwertet werden außerdem Reststoffe wie Gras und Stroh. Mit dem Zweitfruchtanbau hat der Vorstand ein schlagkräftiges Argument gegen die oft von Kritikern zitierte Flächenkonkurrenz zwischen der Produktion von
Nahrungsmitteln und der von nachwachsenden Rohstoffen zur Energiegewinnung. Abgerundet wird das plausible und "runde" Konzept dadurch, dass die Biogas-Anlagen dort aufgebaut werden, wo es auch Abnehmer für die bei der Stromproduktion anfallende Wärme gibt, um so den Wirkungsgrad zu erhöhen. Ferner wird das nach Vergärung anfallende Restsubstrat als Dünger genutzt.
Effizienz im Blick
Synergien sind im gesamten Konzern wichtige Eckpfeiler.
Dazu zählt auch der überregionale Einsatz der Landmaschinen, die somit stärker ausgelastet sind. KTG Agrar sucht ferner ständig nach weiteren Wegen für eine bessere Effizienz. Ein gutes Beispiel dafür ist der 2010 erfolgte Schritt in den Energieholzanbau. Auch hier können Traktoren oder Häcksler dann zum Einsatz kommen, wenn sie sonst stillstehen, wie im Winter. Ziel ist die Gewinnung von Holzhackschnitzeln für die Energieproduktion. Dazu werden auf
Flächen mit mageren Böden so genannte Kurzumtriebsplantagen (KUP) bewirtschaftet, die Holz in kurzem Zeitraum erzeugen. Sie bestehen aus speziell zu diesem Zweck gezüchteten sehr produktiven Baumarten der Pappel und Weide. Nach der vollmechanisierten Ernte treiben diese Bäume wieder aus den Stubben aus, eine Neuanpflanzung entfällt. Nach Firmenangaben dürfte der noch sehr kleine und gerade in Entwicklung befindliche Bereich ab dem nächsten Jahr Umsätze
beisteuern.
Steigende Margen
2009 hatte der Konzern seinen Umsatz um 22% auf 32,3 Mio. Euro gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte von 7,5 auf 9,2 Mio. Euro. Analysten rechnen für 2010 mit einem EBIT von mehr als 12 Mio. Euro. Der eher konservativ planende Vorstand fühlt sich damit wohl. Im nächsten Jahr könnte die Dynamik dann weiter zunehmen. Die derzeit hohen Verkaufspreise kann man sich am Terminmarkt sichern.
Zudem hat KTG Agrar bei wichtigen Betriebsstoffen wie Diesel oder Dünger, die immerhin zwei Drittel zu den gesamten Ausgaben beitragen, die günstigen Preise genutzt, um sich einzudecken. Dies spricht für steigende Margen.
Fazit:
Der Landwirtschaftskonzern überzeugt mit seinem integrierten Geschäftsmodell, das auf langfristig aussichtsreiche Trends (steigende Weltbevölkerung, Bio-Boom, Energie aus nachwachsenden Rohstoffen)
ausgerichtet ist, Synergien schafft und damit die Effizienz erhöht. Neben dem geplanten Ausbau der Fläche von jährlich 10% dürfte künftig die Expansion im Bereich Biogas-Erzeugung vorangetrieben werden. Für langfristig orientierte Investoren ist die Aktie, die moderat bewertet ist, daher interessant. Für kurzfristige Investoren könnte zudem die Charttechnik Kaufanreize bieten. Der Kurs ist jüngst vom Aufwärtstrend seit November 2008 nach oben
abgeprallt und hat die Abwärtstrendlinie der Korrektur seit März 2010 überwunden, was für weitere Zuwächse sprechen könnte. Bei einer Investitionsentscheidung ist jedoch zu beachten, dass die Firma ein sehr kleiner, enger Nebenwert ist, was sich in einer höheren Volatilität widerspiegelt.
| Kennzahlen:
: KTG Agrar
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WKN:
|
A0DN1J
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| ISIN:
|
DE000A0DN1J4
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| Markt:
|
Xetra
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| Kurs: 10.08.10
|
14,95 Euro
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| 52-Wochen-Hoch:
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17,85 Euro
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| 52-Wochen-Tief:
|
12,11 Euro
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| Empfohlener Stop-Loss:
|
12,90 Euro
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| Unser Anlageurteil:
|
"langfristiger Kauf"
|
 
4. SAP – Reuiger Sünder
Der Softwareentwickler SAP ( WKN: 716460 ) hat die Verantwortung für den Datendiebstahl bei Oracle ( WKN: 871460 ) durch die inzwischen abgewickelte Dienstleistungstochter TomorrowNow übernommen. Die Walldorfer wollen den tatsächlich verursachten Schaden ersetzen, gehen allerdings nur von einem zweistelligen Millionen-Dollar-Betrag aus. Oracle fordert dagegen mehr als 1 Mrd. US-Dollar. SAP hat nach eigenen Angaben
für den Rechtsstreit bisher 100 Mio. US-Dollar zurückgestellt. Die Deutsche Bank erhöhte dennoch das SAP-Kursziel von 40 auf 45 Euro an und bestätigte die Kaufempfehlung.

5. ALLIANZ – Gewinneinbruch
Im zweiten Quartal brach der Gewinn der Allianz ( WKN: 840400 ) von 1,89 auf 1,08 Mrd. Euro ein. Analysten waren von 1,15 Mrd. Euro ausgegangen. In der Vorjahresperiode hatte der Verkauf von Anteilen an der chinesischen ICBC-Bank das Ergebnis aufpoliert. Operativ legte der Gewinn von 1,79 auf 2,19 Mrd. Euro zu. Prognose: 1,84 Mrd. Euro. Der Umsatz weitete sich ebenfalls stärker als erhofft von 22,2 auf 25,4 Mrd. Euro (Prognose: 23,2 Mrd. Euro) aus. Im
Gesamtjahr will der Versicherer nach wie vor operativ rund 7,2 Mrd. Euro mit einer Schwankungsbreite von plus/minus 500 Mio. Euro verdienen. Im ersten Halbjahr stieg der operative Gewinn von 3,2 auf 3,9 Mrd. Euro.

6. INFINEON – Finanzvorstand geht
Marco Schröter, Finanzchef und Arbeitsdirektor von Infineon ( WKN: 623100 ), verließ den Chiphersteller in der vergangenen Woche mit sofortiger Wirkung. Hintergrund war ein Streit mit Vorstandschef Peter Bauer um Kompetenzen und die künftige Geschäftspolitik. Bauer wird das Finanzressort bis zur Ernennung eines Nachfolgers übernehmen, Vorstandsmitglied Reinhard Ploss das Personalressort. Im dritten Geschäftsquartal verdiente der
Chiphersteller 126 Mio. Euro. In der Vorjahresperiode war noch ein Fehlbetrag von 23 Mio. Euro entstanden. Der Umsatz zog von 0,76 auf 1,21 Mrd. Euro an. Analysten waren von 1,12 Mrd. Euro Umsatz und 104 Mio. Euro Gewinn ausgegangen.

7. AIXTRON – Optimistischerer Ausblick
Von April bis Ende Juni erhöhte AIXTRON ( WKN: A0WMPJ ) den Gewinn von 3,3 auf 42,3 Mio. Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte von 4,7 auf 60,6 Mio. Euro, der Umsatz von 56,7 auf 191,8 Mio. Euro zu. Aufgrund der weiterhin hohen Nachfrage nach Anlagen für die LED-Produktion sollen im Gesamtjahr rund 750 Mio. Euro umgesetzt und eine EBIT-Marge von 33% erreicht werden. Zuvor war der Spezialmaschinenbauer von 650 bis 700 Mio. Euro Umsatz und
einer EBIT-Marge von 30% ausgegangen. Im ersten Halbjahr kletterte die EBIT-Marge von 12% auf 31%.

8. MEDIGENE – Quartalsverlust schrumpft
Im zweiten Quartal schrumpfte der Verlust des Biotech-Unternehmens Medigene ( WKN: 502090 ) von 6,38 auf 0,96 Mio. Euro. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank das Minus von 4,92 auf 2,96 Mio. Euro. Der Umsatz weitete sich von 8,22 auf 13,12 Mio. Euro aus. Während die Ausgaben für Forschung und Entwicklung von 4,72 auf 3,42 Mio. Euro reduziert wurden, stiegen die Vertriebs- und Verwaltungskosten von 1,87 auf 2,61 Mio. Euro. Die liquiden
Mittel sanken im Vergleich zur Vorjahresperiode zum Stichtag 30. Juni von 13,5 auf 8,2 Mio. Euro. Nach eigenen Angaben ist mit den erwarteten Einnahmen aus dem bereits angekündigten Verkauf der Eligard-Rechte in Höhe von 25 Mio. Euro die Finanzierung über das Jahresende 2011 hinaus gesichert.

9. BEIERSDORF – Mehr umgesetzt und verdient
Der Kosmetik- und Klebstoffkonzern Beiersdorf ( WKN: 520000 ) steigerte den Überschuss im zweiten Quartal von 89 auf 127 Mio. Euro. Vor Zinsen (EBT) legte der Gewinn von 146 auf 191 Mio. Euro zu, vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 146 auf 199 Mio. Euro. Der Umsatz zog von 1,50 auf 1,63 Mrd. Euro an. Analysten hatten im Vorfeld 1,63 Mrd. Euro Umsatz und 123 Mio. Euro Gewinn prognostiziert. Der Umsatz der Kosmetiksparte (Nivea) weitete sich von 1,33 auf 1,41 Mrd.
Euro aus, der Umsatz der Klebstoffsparte (tesa) von 177 auf 220 Mio. Euro. Im Gesamtjahr soll der Umsatz stärker als der Markt wachsen und die EBIT-Marge mehr als 11% erreichen.

10. Termine im Überblick
| Termine im Überblick 12.08. bis 18.08.10
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| 16.08.10 JP: BIP 2Q (1. Veröffentlichung)
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| 16.08.10 EU: Verbraucherpreise (Vorabschätzung) Juli
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| 16.08.10 US: NY Empire State Manufacturing-Index August
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| 16.08.10 US: NAHB Stimmungsindex Bauunternehmen August
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| 17.08.10 DE: ZEW, Index Konjunkturerwartungen August
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| 17.08.10 US: Baubeginne & Baugenehmigungen Juli
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| 17.08.10 US: Erzeugerpreisindex (PPI) Juli
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| 17.08.10 US: Industrieproduktion & Kapazitätsauslastung Juli
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| 18.08.10 DE: ifo, Wirtschaftsklima Welt 3Q
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| 18.08.10 US: EIA Öl- und Benzinlagerbestände (Woche)
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| 19.08.10 DE: Index der Erzeugerpreise Juli
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| 19.08.10 US: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche)
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| 19.08.10 US: Philadelphia-Fed-Index August
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| 19.08.10 US: Index der Frühindikatoren Juli
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11. RATINGS
Die Liste ist alphabetisch sortiert, damit Sie Ihre Favoriten schnell auffinden können. Die Ratings der letzten Tage:
| Adecco
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hold
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Société Générale
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10.08.10
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| Agilent Technol.
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overweight
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Barclays Capital
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10.08.10
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| Bk. of America
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equal weight
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Barclays Capital
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10.08.10
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| Bk. of N. Y. Mell
|
overweight
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Barclays Capital
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10.08.10
|
| BJs Wholesale Cl.
|
overweight
|
Barclays Capital
|
10.08.10
|
| Boston Scientific
|
equal weight
|
Barclays Capital
|
10.08.10
|
| Brenntag
|
hold
|
Société Générale
|
10.08.10
|
| Burberry
|
equal weight
|
Morgan Stanley
|
10.08.10
|
| Citigroup
|
overweight
|
Barclays Capital
|
10.08.10
|
| Ctrip.com
|
buy
|
Citigroup
|
11.08.10
|
| Delta Lloyd
|
overweight
|
Morgan Stanley
|
10.08.10
|
| DISH Network
|
outperform
|
Credit Suisse
|
11.08.10
|
| Hewlett-Packard
|
overweight
|
Barclays Capital
|
10.08.10
|
| Holcim
|
hold
|
Société Générale
|
10.08.10
|
| JC Penney
|
overweight
|
Barclays Capital
|
10.08.10
|
| Kinross Gold
|
equal weight
|
Barclays Capital
|
10.08.10
|
| Kohl's
|
overweight
|
Barclays Capital
|
10.08.10
|
| Sears
|
equal-weight
|
Barclays Capital
|
10.08.10
|
| Swatch Group
|
underweight
|
Morgan Stanley
|
10.08.10
|
| Target
|
overweight
|
Barclays Capital
|
10.08.10
|
| TNT
|
hold
|
Société Générale
|
10.08.10
|
| U.S. Bancorp
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overweight
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Barclays Capital
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10.08.10
|
| Uranium One
|
buy
|
UBS
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10.08.10
|
| Wal-Mart Stores
|
overweight
|
Barclays Capital
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10.08.10
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| Whole Foods Mark.
|
buy
|
UBS
|
10.08.10
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