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1. EDITORIAL / Börsenausblick, Konjunktur, Marktbericht
Liebe Leserinnen und Leser,
der Mai ist vorbei – allerdings scheint sich dies unter den Aktienkursen noch nicht herumgesprochen zu haben. Die Volatilität ist unverändert hoch, der Erholung folgt am nächsten Tag meist schon der Absturz und diesem dann wieder eine oftmals explosionsartige Erholung. Oder um es mit den Worten John Maynard Keynes zu sagen: "Die Märkte können länger irrational bleiben als du solvent". Apropos irrational: In der vergangenen Woche
wollte die Deutsche Bank-Tochter Deutsche Securities an der Börse im japanischen Osaka zu Sitzungsbeginn Terminkontrakte auf den Nikkei-Index im Volumen von umgerechnet 150 Mrd. Euro verkaufen – etwa der zehnfache Umsatz eines durchschnittlichen Handelstages. Der Irrtum – Schuld hat, wie in der Neuzeit eigentlich immer, der offenbar ein Eigenleben führende Computer – wurde noch zeitnah bemerkt, so dass letztlich "nur" Kontrakte für umgerechnet 500 Mio. Euro abgestoßen
wurden. Anfang Mai hatten ähnliche Turbulenzen den US-Leitindex Dow Jones innerhalb von Minuten kollabieren lassen. Die Untersuchungen der US-Börsenaufsicht SEC scheinen inzwischen im Sande zu verlaufen. Eine Ursache des kurzzeitigen Absturzes konnten die Ermittler noch nicht präsentieren. Sollte, wenn überhaupt, irgendwann einmal ein Ergebnis mitgeteilt werden, so wird mit großer Wahrscheinlichkeit wieder der Computer als Oberschurke enttarnt.
DAX im
US-Abwärtssog
Am vergangenen Freitag fiel die runde und daher vor allem psychologisch wichtige 6.000-Punkte-Marke im DAX wesentlich schlechter als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten zum Opfer. Auch schürten die Äußerungen ungarischer Regierungspolitiker zur Finanzlage des Landes die Angst vor einer Staatspleite, weshalb die Staatsschuldenkrise insgesamt wieder in den Fokus der Investoren rückte. Dies belastete auch zum Auftakt in die neue
Börsenwoche. Aus charttechnischer Sicht rutschte der DAX dabei erneut bis zur langfristigen Aufwärtstrendlinie, bestehend aus der Verbindung der Zwischentiefs von März 2009 und Anfang Mai 2010 sowie der 200-Tage-Durchschnittslinie, ab. Solarwerte profitierten nur kurzzeitig von der Entscheidung des Bundesrates, der die vom Bundestag geplante Kürzung der Solarförderung abgelehnt und die entsprechende Änderung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) in den
Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat verwiesen hat. Somit kann die Förderung nicht wie geplant schon ab dem 1. Juli 2010 reduziert werden. Allerdings ist aufgeschoben nicht aufgehoben.
Wechsel in den Indizes
Als Opfer der Index-Regeln der Deutschen Börse muss Salzgitter ( WKN: 620200 ) seinen Platz im DAX verlassen. Ab 21. Juni wird der Baustoffkonzern HeidelbergCement ( WKN: 604700
) den Stahlerzeuger, der in den MDAX absteigt, ersetzen. Neu im MDAX sind zudem die Börsenneulinge Kabel Deutschland ( WKN: KD8888 ) und Brenntag ( WKN: A1DAHH ). Ihre Plätze räumen müssen Pfleiderer ( WKN: 676474 ) und MLP ( WKN: 656990 ), die in den SDAX wechseln. Zusätzlich wird Tom Tailor ( WKN: A0STST ) in den SDAX
aufgenommen. Aus dem Index verbannt werden VBH ( WKN: 760070 ), Villeroy & Boch ( WKN: 765723 ) sowie Dyckerhoff ( WKN: 559103 ).
Großer Verfallstag steht an
Am Mittwoch haben die TecDAX-Mitglieder Jenoptik und Kontron zu Hauptversammlungen geladen. Aktionäre von Evotec trafen sich am Donnerstag. Im Mittelpunkt des Interesses standen dann jedoch die
Europäische Zentralbank (EZB), deren Ratsmitglieder sich ebenfalls versammelten. Wie erwartet, gab es allerdings keine Veränderung des Leitzinses. Vor dem Wochenende gab es dann noch einige Konjunkturdaten aus den USA, darunter die Einzelhandelsumsätze, die nach dem enttäuschenden Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag besonders im Fokus standen. Höhepunkt der kommenden Woche ist – mangels Alternativen – der große Verfallstag an den Terminmärkten, der
am Freitag droht. Schon im Vorfeld werden Positionierungen der großen Spieler die Kurse zappeln lassen.
Herzlichst,
Ihre Aktienservice.de-Redaktion

2. INDIZES / Entwicklung der weltweit wichtigsten Indizes
| Index
|
08.06.10
|
% Vorwoche
|
52weekHigh
|
% 52week
|
| DJ IND
|
9939,98
|
-0,84%
|
11257,93
|
+13,43%
|
| S&P 500
|
1062,00
|
-0,81%
|
1219,80
|
+12,69%
|
| NASDAQ
|
2170,57
|
-2,33%
|
2535,28
|
+16,69%
|
| NIKKEI 225
|
9439,13
|
-1,79%
|
11408,17
|
-3,55%
|
| DAX
|
5868,55
|
-1,88%
|
6341,52
|
+17,42%
|
| TecDAX
|
719,56
|
-3,41%
|
870,07
|
+13,42%
|
| EURO STOXX 50
|
2510,84
|
-3,67%
|
3044,37
|
+1,27%
|
Stand: Dienstag, Schlusskurse
 
3. Donaldson: Gegen dicke Luft!
Aktuell herrscht dicke Luft an den internationalen Aktienmärkten. In diesem derzeit äußerst unsicheren und nervösen Umfeld interessante Werte zu finden, ist nicht einfach. Es gibt sie aber, langfristig aussichtsreiche Unternehmen, die einen näheren Blick wert sind. Dazu gehört einer der weltweit führenden Spezialisten für Filtrationssysteme, der zuletzt sehr gute Quartalszahlen vorlegte.
Die Geschäfte im dritten Quartal des
Geschäftsjahres 2009/10 (bis Ende Juli) liefen sogar so gut, dass Donaldson Rekorde erzielen konnte. Zudem gab es zum Vorjahreszeitraum deutliche Steigerungen, auch wenn das Vergleichsquartal besonders heftig von der weltweiten Wirtschaftsflaute belastet wurde und somit die signifikanten Verbesserungen in diesem Kontext zu betrachten sind. Nach dem heftigen Einbruch aufgrund der Rezession erholte sich das Geschäft nämlich wieder deutlich. Die Gesellschaft verbesserte ihren Umsatz
im Zeitraum Februar bis April um 20,4% auf 497,6 Mio. US-Dollar. Aber nicht nur binnen Jahresfrist gab es Zuwächse, auch zum Vorquartal legten die Einnahmen um 14% zu. Firmenchef Bill Cook erläuterte, dass Donaldson von einem weltweit verbesserten wirtschaftlichen Umfeld, Produkteinführungen sowie dem kräftigen Wachstum in Schwellenländern profitierte. Daneben halfen positive Währungseffekte, die etwa 5% zum Umsatzplus binnen Jahresfrist beitrugen.
Rekordgewinne
Angesichts der höheren Nachfrage wurden ferner die Fabriken und der Vertrieb besser ausgelastet, was sich bei den Erträgen positiv bemerkbar machte. Zudem setzte Donaldson die Kostensenkungen fort und realisierte Einsparungen aus der Restrukturierung. Alles zusammen sorgte dafür, dass die operative Marge mit 14,5% einen neuen Spitzenwert erreichte und deutlich über dem Vergleichswert von 9,1% lag. Und auch absolut gab es beim
operativen Ergebnis ein kräftiges Plus von 91,4% auf 72,1 Mio. US-Dollar. Unter dem Strich verdiente der Konzern 49,5 Mio. US-Dollar, 85,9% mehr als im Vorjahreszeitraum. Positive Währungseffekte steuerten hier 8,5 Prozentpunkte zum Wachstum bei. Das Ergebnis je Aktie (EPS) kletterte von 0,34 auf 0,62 US-Dollar und erreichte somit einen neuen Spitzenwert. In den Ergebnissen sind Sondereffekte von 3,7 Mio. US-Dollar aus den Aufwendungen für die Restrukturierung sowie
Wertberichtigungen enthalten, was den Gewinn je Aktie um 0,03 US-Dollar minderte. Im Vorjahreszeitraum waren es 6,8 Mio. US-Dollar oder 0,06 US-Dollar je Anteilsschein. Die Erholung der Geschäfte zeigt sich auch in den Neunmonatszahlen: Zwar lag der Umsatz mit 1,36 Mrd. US-Dollar noch um 5,9% unter dem Vorjahresniveau, das operative Ergebnis konnte aber um 21% auf 135,2 Mio. US-Dollar zulegen. Und auch der Überschuss verbesserte sich um 6,1% auf 115 Mio. US-Dollar. Das EPS stieg von
1,37 auf 1,45 US-Dollar. Sondereffekte drückten den Gewinn je Aktie dabei um 0,09 US-Dollar, nach 0,10 US-Dollar im Vorjahreszeitraum.
Prognosen angehoben
Bei Vorlage der Ergebnisse erläuterte der Vorstand, dass Donaldson nun die geplanten Restrukturierungen abgeschlossen hat. Kosten in diesen Zusammenhang dürften somit nicht mehr anfallen. Sie resultierten beispielsweise aus dem Stellenabbau. Wie der Firmenlenker jüngst noch einmal betonte,
waren die Einschnitte zwar heftig und nicht einfach, aber nötig, um die Kostenstruktur an das wirtschaftliche Umfeld mit deutlich geringeren Absatzzahlen anzupassen. Nur so konnte man in der Rezession profitabel bleiben. Außerdem ist man nun schlanker, stärker und besser positioniert, um den strategischen Wachstumsplan umzusetzen. Der Konzern hob zudem die Ziele für das Gesamtjahr 2009/10 an. Bislang von etwa 1,8 Mrd. US-Dollar Umsatz ausgehend, sollen es nun 1,83 bis 1,86
Mrd. US-Dollar sein. Im Vorjahr setzte er 1,87 Mrd. US-Dollar um. Beim EPS will die Gesellschaft inklusive Sondereffekten 2,01 bis 2,11 US-Dollar verdienen, nach 1,67 US-Dollar im Vorjahr. Bislang hatte Donaldson 1,77 bis 1,97 US-Dollar in Aussicht gestellt. Um Sondereffekte bereinigt, wird ein Anstieg von 1,82 auf 2,10 bis 2,20 US-Dollar erwartet, nach bislang 1,89 bis 2,09 US-Dollar.
Solides Wachstum
Damit dürfte Donaldson seinen profitablen Wachstumskurs
der vergangenen Jahre fortsetzen. Im Zeitraum 1989/90 bis 2008/09 erzielte das Unternehmen, ausgehend von 423 Mio. US-Dollar, ein jährliches Umsatzwachstum von durchschnittlich 8%. Der Gewinn je Aktie legte um durchschnittlich 13% pro Jahr zu. Gleichzeitig kletterte die Dividende jährlich um durchschnittlich 14%. Für das Geschäftsjahr 2008/09 zahlte der Konzern 0,46 US-Dollar je Anteilsschein. Überzeugend ist ferner die Kursentwicklung. In den vergangenen 20 Jahren
kletterte der Aktienpreis um 1.480%. Die Papiere von Donaldson schlugen sich damit deutlich besser als der S&P 500, der im selben Zeitraum um 190% zulegte. Viel wichtiger ist jedoch der Vergleich mit dem S&P 400, der die nach Marktkapitalisierung mittelgrößten US-Werte abdeckt. Der Index wird jedoch erst seit Juni 1991 berechnet. Legt man diesen Zeitpunkt als Basis zugrunde, schlug sich die Aktie seither mit rund 1.300% ebenfalls deutlich besser als die Benchmark mit 620%.
Breit diversifiziert
Bleibt noch die Frage, was die Firma eigentlich genau macht? Angefangen hat sie im Jahr 1915 als Dreimannwerkstatt. Damals erfand Frank Donaldson Sr. einen einfachen Luftreiniger, um Probleme landwirtschaftlicher Traktoren zu beheben. Erntebrände, verursacht durch fliegende Motorfunken, veranlassten die Gesellschaft Ende der 20er Jahre ferner zum Einstieg in den Bereich Abluftprodukte. Die innovativen Erzeugnisse kamen an, und der Erfolg
in den Landwirtschaftsmaschinen wurde genutzt, um das Portfolio in weitere Bereiche wie den Bau und den Bergbau sowie später auch den Lkw-Markt auszudehnen. Daneben verstärkte man sich durch Übernahmen, beispielsweise im Entstaubungsmarkt. Heute ist Donaldson einer der weltweit führenden Anbieter von Filtersystemen und Ersatzteilen für eine Vielzahl unterschiedlicher Anwendungen. Das Portfolio an Luft- und Flüssigkeitsfiltern ist breit gefächert, und der
Konzern bedient die Märkte für industrielle Motoren und Dieselmotoren, einschließlich Luftreinigung in Anlagen, Reinigung von Druckluft und Gas, Rauch- und Staubentfernung, Energieversorgung, Datenträgerfilterung, Geländemaschinen und Lastwagen. Donaldson ist dabei nicht nur bei den Abnehmern, sondern auch regional sowie durch ein ausgewogenes Neu- und Ersatzteilgeschäft breit diversifiziert.
Fazit:
Filter für alle erdenklichen
Einsatzgebiete sind das Geschäft von Donaldson. Klingt nicht sonderlich spektakulär, die Erzeugnisse des Konzerns sind jedoch für eine Vielzahl von Anwendungen nötig, darunter auch äußerst zukunftsträchtige Bereiche wie die Verringerung von Emissionen von Fahr- und Flugzeugen oder die Energieerzeugung. Mit ihrem Geschäftsmodell konnte die Gesellschaft in den vergangenen Jahren gute Ergebnisse abliefern. Selbst die letzte Rezession hat sie gut
überstanden und geht nun dank einer erfolgreichen Restrukturierung gestärkt daraus hervor. Angesichts der technologischen Führung und der fortschreitenden Entwicklung neuer Produkte, kombiniert mit einem großen Sortiment, Kunden aus vielen verschiedenen Branchen sowie der starken globalen Präsenz, sollte Donaldson somit auch künftig profitabel wachsen. Alles zusammengenommen ist das Unternehmen somit langfristig interessant. Die aktuell dicke Luft mit
kräftigen Korrekturen an den Aktienmärkten könnte somit eventuell eine "saubere" Gelegenheit für einen Einstieg sein.
| Name
: Donaldson
|
|
WKN:
|
859763
|
| ISIN:
|
US2576511099
|
| Markt:
|
NYSE
|
| Kurs: 08.06.10
|
41,66 USD
|
| 52-Wochen-Hoch:
|
47,38 USD
|
| 52-Wochen-Tief:
|
31,35 USD
|
| Empfohlener Stop-Loss:
|
35,50 USD
|
| Unser Anlageurteil:
|
"langfristiger Kauf"
|
 
4. KUKA – Kapitalerhöhung füllt leere Kasse
Der im SDAX notierte Roboter- und Anlagenbauer Kuka ( WKN: 620440 ) will durch eine Kapitalerhöhung netto etwa 42 Mio. Euro einsammeln. Insgesamt sollen 4,655 Mio. neue Aktien zu je 9,75 Euro platziert werden. Aktionäre können die Anteilsscheine im Verhältnis sechs zu eins zeichnen. Die Bezugsfrist beginnt am 9. Juni und endet voraussichtlich am 22. Juni 2010. UniCredit und Commerzbank haben die vollständige Platzierung der Aktien
vertraglich zugesichert. An der Kapitalerhöhung werden sich auch die Großaktionäre Grenzebach und Wyser-Pratte beteiligen. Kuka hatte 2009 im Zuge der Wirtschaftskrise einen Verlust von 75,8 Mio. Euro erzielt.

5. ABB – unterbrechungsfrei unter Strom
Für 860 Mio. Britische Pfund (umgerechnet etwa 1,04 Mrd. Euro) will der Schweizer Technologiekonzern ABB ( WKN: 919730 ) die britische Chloride Group übernehmen. Das Unternehmen mit Sitz in London bietet Systeme zur unterbrechungsfreien Stromversorgung an. Im vergangenen Geschäftsjahr setzte Chloride mit 2.500 Mitarbeitern etwa 336 Mio. Britische Pfund um. Allerdings ist ABB nicht der einzige Interessent: Emerson Electric aus St. Louis in den USA
hatte zuvor 723 Mio. Britische Pfund geboten. Die Offerte war jedoch als zu niedrig zurückgewiesen worden. Interesse an Chloride wird auch der französischen Schneider Electric nachgesagt.

6. ALTERA / TEXAS INSTRUMENTS – Prognosen
präzisiert
Altera ( WKN: 875650 ) rechnet im zweiten Quartal mit einem Umsatzanstieg um 10% bis 12%. Zuvor hatte der Hersteller programmierbarer Chips eine Spanne von 8% bis 12% angegeben. Die Bilanz soll am 20. Juli vorgelegt werden. Analysten erwarten 443,5 Mio. US-Dollar Umsatz und 0,52 US-Dollar Gewinn je Aktie. Texas Instruments ( WKN: 852654 ) will im zweiten Quartal 3,45 bis 3,59 Mrd. US-Dollar umsetzen – zuvor lag die Spanne bei 3,31 bis
3,59 Mrd. US-Dollar. Je Aktie prognostiziert der Chipproduzent statt 0,56 bis 0,64 US-Dollar nun 0,60 bis 0,64 US-Dollar Profit.
 
7. WACKER CHEMIE – Einkaufstour in Norwegen
Wacker Chemie ( WKN: WCH888 ) kauft von der norwegischen Fesil Group deren Siliziummetall-Produktion am Standort Holla in der Nähe von Trondheim. Kostenpunkt: 65 Mio. Euro. In Holla produzieren 140 Mitarbeiter jährlich rund 50.000 Tonnen Siliziummetall. Dies entspricht etwa einem Drittel des Jahresbedarfs von Wacker. Der Spezialchemiekonzern benötigt den Rohstoff für die Herstellung von Silikonen und polykristallinem Reinstsilizium. Die
Transaktion, die noch der Zustimmung der Aufsichtsgremien beider Unternehmen und der Kartellbehörden bedarf, soll vor dem Ende des dritten Quartals abgeschlossen werden.

8. BASF – findet neuen Chef
Neuer Chef von BASF ( WKN: 515100 ) soll Finanzvorstand Kurt Bock werden. Anfang Mai 2011 wird Jürgen Hambrecht seinen Posten nach der Hauptversammlung räumen. Zum Stellvertreter von Bock berief der Aufsichtsrat des Chemiekonzerns das Vorstandsmitglied Martin Brudermüller.

9. Siemens – Windräder fürs Meer
Siemens ( WKN: 723610 ) soll für einen Offshore-Windpark vor Nord-Wales 160 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 576 Megawatt liefern. Das Auftragsvolumen beträgt nach eigenen Angaben rund 1,2 Mrd. Euro. Zudem wird der Konzern die Wartung der Anlagen für fünf Jahre übernehmen. Das Projekt, das gemeinsam mit RWE ( WKN: 703712 ) und den Münchener Stadtwerken umgesetzt wird, soll im Jahr 2014
fertiggestellt werden und dann 400.000 britische Haushalte mit Strom versorgen. Die ersten Fundamente will das Konsortium Ende 2011 errichten. RWE wird 60% am Gemeinschaftsunternehmen halten, die Stadtwerke 30% und Siemens 10%. HSBC erhöhte das Siemens-Kursziel von 82 auf 95 Euro und bestätigte die Empfehlung "übergewichten". Goldman Sachs hob das Kursziel von 95 auf 115 Euro an und bekräftigte die Kaufempfehlung.

10. ORACLE – Sun-Übernahme wird teurer
Die Übernahme von Sun Microsystems wird für Oracle ( WKN: 871460 ) teurer als erwartet. Der zusätzliche Abbau von Arbeitsplätzen werde weitere 675 bis 825 Mio. US-Dollar kosten, teilte der Softwareentwickler mit. Zunächst war Oracle von 325 Mio. US-Dollar ausgegangen. Die Stellen sollen vor allem in Europa und Asien wegfallen. Keine konkreten Angaben gab es zum genauen Umfang der Stellenstreichungen. Der Datenbank-Spezialist
beschäftigt weltweit rund 106.500 Mitarbeiter. Ende Januar hatte Oracle die Transaktion mit einem Volumen von 7,4 Mrd. US-Dollar abgeschlossen. Sun ist seitdem nicht mehr börsennotiert.

11. Termine im Überblick
| Termine im Überblick – 10.06.2010 bis 16.06.2010
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| 10.06.2010 JP: BIP 1Q (2. Veröffentlichung)
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| 10.06.2010 DE: Verbraucherpreisindex Mai (endgültig)
|
| 10.06.2010 EWU: EZB-Ratssitzung
|
| 10.06.2010 EWU: EZB-Stabsprojekt. für Wachstum u. Inflation
|
| 10.06.2010 US: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche)
|
| 10.06.2010 US: Handelsbilanz April
|
| 10.06.2010 US: Staatshaushalt Mai
|
| 11.06.2010 US: Einzelhandelsumsätze Mai
|
| 11.06.2010 US: Verbraucherst. Uni Michigan Juni (1. Umfrage)
|
| 11.06.2010 US: Lagerbestände April
|
| 11.06.2010 CN: Industrieproduktion Mai
|
| 11.06.2010 CN: Verbraucherpreise Mai
|
| 14.06.2010 EU: Industrieproduktion April
|
| 15.06.2010 DE: ZEW Konjunkturerwartungen Juni
|
| 15.06.2010 US: Import- und Exportpreise Mai
|
| 15.06.2010 US: NY Empire State Manufacturing-Index Juni
|
| 15.06.2010 US: NAHB Stimmungsindex Bauuntern. Juni
|
| 15.06.2010 JP: Bank of Japan Ratssitzung
|
| 16.06.2010 EU: Verbraucherpreise Mai
|
| 16.06.2010 US: Baubeginne & Baugenehmigungen Mai
|
| 16.06.2010 US: Erzeugerpreisindex (PPI) Mai
|
| 16.06.2010 US: Industrieprodukt. & Kapazitätsausl. Mai
|
| 16.06.2010 US: EIA Öl- und Benzinlagerbestände (Woche)
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12. RATINGS
Die Liste ist alphabetisch sortiert, damit Sie Ihre Favoriten schnell auffinden können. Die Ratings der letzten Tage:
| TITEL
|
RATING
|
INSTITUT
|
DATUM
|
| ABB
|
hold
|
Vontobel Res.
|
08.06.10
|
| Ahold
|
buy
|
Société Générale
|
04.06.10
|
| Alcatel-Lucent
|
neutral
|
UBS
|
04.06.10
|
| Allianz
|
buy
|
Société Générale
|
07.06.10
|
| Altria
|
neutral
|
Credit Suisse
|
02.06.10
|
| BASF
|
buy
|
Citigroup
|
02.06.10
|
| BASF
|
buy
|
Deutsche Bank
|
02.06.10
|
| BASF
|
buy
|
Société Générale
|
02.06.10
|
| Bayer
|
buy
|
Citigroup
|
02.06.10
|
| Bayer
|
underweight
|
Morgan Stanley
|
02.06.10
|
| BHP Billiton
|
buy
|
UBS
|
07.06.10
|
| Biotest VZ
|
buy
|
UniCredit Res.
|
04.06.10
|
| Bombardier
|
buy
|
UBS
|
03.06.10
|
| BP
|
buy
|
UBS
|
07.06.10
|
| BP
|
hold
|
Société Générale
|
07.06.10
|
| Cap Gemini
|
hold
|
UniCredit Res.
|
07.06.10
|
| Carrefour
|
halten
|
Hamburger Spark.
|
03.06.10
|
| conwert Immobil.
|
buy
|
Erste Group Bank
|
02.06.10
|
| Drägerwerk VZ
|
halten
|
Hamburger Spark.
|
02.06.10
|
| Ericsson
|
neutral
|
UBS
|
04.06.10
|
| Fielmann
|
halten
|
Hamburger Spark.
|
03.06.10
|
| Fielmann
|
halten
|
Bankhaus Lampe
|
08.06.10
|
| Ford Motor
|
underperform
|
Credit Suisse
|
07.06.10
|
| France Télécom
|
underperform
|
Credit Suisse
|
03.06.10
|
| Fresenius M. C.
|
kaufen
|
Bankhaus Lampe
|
02.06.10
|
| Fresenius VZ
|
buy
|
SEB
|
02.06.10
|
| Gen-Probe
|
overweight
|
Barclays Capital
|
03.06.10
|
| Goldcorp
|
buy
|
UBS
|
04.06.10
|
| Guess?
|
outperform
|
Credit Suisse
|
04.06.10
|
| Henkel VZ
|
halten
|
Hamburger Spark.
|
03.06.10
|
| Hewlett-Packard
|
overweight
|
Barclays Capital
|
02.06.10
|
| Holcim
|
buy
|
Vontobel Res.
|
04.06.10
|
| Infineon
|
halten
|
Hamburger Spark.
|
03.06.10
|
| ING Groep
|
halten
|
Landesbank Berlin
|
04.06.10
|
| Johnson & Johnson
|
neutral
|
Credit Suisse
|
04.06.10
|
| K+S
|
kaufen
|
Hamburger Spark.
|
04.06.10
|
| Kabel Deutschland
|
overweight
|
Morgan Stanley
|
04.06.10
|
| Kapsch TrafficCom
|
kaufen
|
Erste Bank
|
04.06.10
|
| Kontron
|
kaufen
|
Hamburger Spark.
|
02.06.10
|
| Kuoni
|
hold
|
Vontobel Res.
|
03.06.10
|
| KWS SAAT
|
kaufen
|
Bankhaus Lampe
|
08.06.10
|
| L'Oréal
|
halten
|
Hamburger Spark.
|
04.06.10
|
| LUKoil
|
buy
|
Société Générale
|
03.06.10
|
| Medtronic
|
outperform
|
Credit Suisse
|
04.06.10
|
| METRO
|
buy
|
UniCredit Res.
|
07.06.10
|
| METRO
|
hold
|
SEB
|
07.06.10
|
| Nordex
|
buy
|
Deutsche Bank
|
02.06.10
|
| Novartis
|
hold
|
Vontobel Res.
|
04.06.10
|
| OC Oerlikon
|
hold
|
Vontobel Res.
|
03.06.10
|
| Peugeot
|
buy
|
Société Générale
|
03.06.10
|
| Philip Morris
|
outperform
|
Credit Suisse
|
04.06.10
|
| Portugal Telecom
|
buy
|
ING
|
03.06.10
|
| Res. In Motion
|
overweight
|
Barclays Capital
|
03.06.10
|
| Res. In Motion
|
neutral
|
UBS
|
04.06.10
|
| RHÖN-KLINIKUM
|
buy
|
UniCredit Res.
|
04.06.10
|
| Ryanair
|
hold
|
UniCredit Res.
|
04.06.10
|
| SAP
|
kaufen
|
Hamburger Spark.
|
02.06.10
|
| SGL CARBON
|
halten
|
Hamburger Spark.
|
04.06.10
|
| Shoprite Holdings
|
spekulat. Kauf
|
BÖRSE am Sonntag
|
07.06.10
|
| Siemens
|
halten
|
Nord LB
|
02.06.10
|
| Siemens
|
halten
|
Landesbank Berlin
|
04.06.10
|
| Siemens
|
kaufen
|
Hamburger Spark.
|
02.06.10
|
| Sika
|
buy
|
Vontobel Res.
|
02.06.10
|
| Software AG
|
halten
|
Hamburger Spark.
|
04.06.10
|
| Sulzer
|
buy
|
Vontobel Res.
|
03.06.10
|
| Swiss Re
|
overweight
|
Morgan Stanley
|
07.06.10
|
| Swisscom
|
hold
|
Vontobel Res.
|
04.06.10
|
| Syngenta
|
outperform
|
Credit Suisse
|
02.06.10
|
| Syntel
|
neutral
|
Credit Suisse
|
07.06.10
|
| Toyota Motor
|
halten
|
Raiff. Centrobank
|
02.06.10
|
| VeriSign
|
outperform
|
Credit Suisse
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